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27.01.2021
JazzEcho-Plattenteller

Acoustic Sounds Serie - Bebop und Hard Bop mit Feuer und Temperament

Auf "Study In Brown" vollzog das Clifford Brown-Max Roach Quintet die Transition vom Bebop zum Hard Bop. In der Reihe “Acoustic Sounds Vinyl” wird der Klassiker in audiophiler Top-Qualität neu aufgelegt.

JazzEcho-Plattenteller, Acoustic Sounds Serie - Bebop und Hard Bop mit Feuer und Temperament JazzEcho-Plattenteller: Clifford Brown & Max Roach "Study In Brown" (Verve Acoustic Sounds Series)

Für die Reihe “Acoustic Sounds Vinyl” ist das Beste gerade gut genug.

Präsentiert werden in dieser Serie ausschließlich Bestseller aus den Katalogen von Verve, Impulse! und anderen klassischen Jazzlabels, die über viele Jahrzehnte hinweg nichts von ihrer ursprünglichen Faszinationskraft eingebüßt haben. Dass hier nicht nur musikalisch das Beste geboten wird, garantiert Verve Records dabei durch die enge Zusammenarbeit mit dem renommierten Team von Acoustic Sounds. Unter der Supervision von Firmengründer Chad Kassem mastern dort erfahrene Toningenieure die Aufnahmen von den originalen Analog-Tonbändern neu, bevor sie bei Quality Record Pressings auf 180-Gramm-Vinyl gepresst werden. Die fertigen Scheiben werden dann in von Stoughton Printing Co. produzierte hochwertige Klapphüllen mit sogenannten Tip-On-Jackets gesteckt, die dem Album ein besonders edles Aussehen verleihen.

 Clifford Brown & Max Roach - Study In Brown

Obwohl dem gemeinsamen Quintett von Clifford Brown und Max Roach nur eine relativ kurze Lebensdauer beschieden war, kann man die Bedeutung dieses Ensembles für die weitere Entwicklung des Jazz nicht hoch genug einschätzen. Denn binnen der rund anderthalb Jahre, die es existierte, leitete es den Übergang vom Bebop zum Hard Bop ein. Als das Quintett im August 1954 seine erste Aufnahmesessions im Studio machte, hatte sich - nach Testläufen mit Sonny Stitt (Altsax), Teddy Edwards (Tenorsax), Carl Perkins (Piano) und George Bledsoe (Bass) - die definitive Besetzung mit Tenorsaxophonist Harold Land, Pianist Richie Powell und Bassist George Morrow herauskristallisiert, mit der diverse bahnbrechende Alben eingespielt wurden. Erst kurz vor dem tragischen Autounfall, bei dem Clifford Brown und Richie Powell am 26. Juni 1956 ums Leben kamen, sollte dann Sonny Rollins für Land zu dem Quintett stoßen. “Study In Brown” wurde im Februar 1955 in New York aufgenommen (die voarangegangenen Alben waren allesamt in Los Angeles entstanden) und setzte sich - bis auf die Standards “Cherokee”, “If I Love Again” und “Take The A Train” - aus Eigenkompositionen von Brown, Land und Powell zusammen, die wie “Sandu” und “Land’s End” teilweise selbst zu Standards avancierten. “Die Titel sind kurz und werden mit großem boppigem Feuer und Temperament gespielt”, meinte Dusty Groove über “Study In Brown”. Das Album ist gewissermaßen die Blaupause für den Hard Bop-Sound der 50er Jahre und eine der ausdrucksstärksten Aufnahmen dieser wichtigen, aber kurzlebigen Band.